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Mittwoch, 21.05.2025 (06:15 – 17:15 Uhr)

Pilgern: Beten mit den Füßen ... auf dem Franziskusweg von Florenz nach Assisi

Veranstalter: Erwachsenenbildung

Veranstaltungsort: Hostel Archi Rossi

Pilgern: Beten mit den Füßen
... auf dem Franziskusweg von Florenz nach Assisi

WEGE, ZIELE, INTENTIONEN Der Weg zu Fuß bringt auch die Seele in Bewegung. Das gleichförmige Gehen, eine Bewegung, die so tief in uns verwurzelt ist, dass wir darüber nicht mehr nachdenken müssen, und die gleichzeitig so "langsam" ist, dass unsere Aufmerksamkeit nicht übermäßig gefordert ist, gibt uns die Möglichkeit, den Blick nach innen wandern zu lassen...Gerade in der heutigen Zeit eine sehr erholsame, erdende Erfahrung , die umso wohltuender ist, je mehr wir von virtuellen, künstlichen Welten umgeben sind und je schneller, komplexer und unüberschaubarer unsere Alltagswelt wird. Pilgern heißt, ein Ziel zu haben und auf dem Weg dorthin unterwegs zu sein. Pilgern heißt, als Fremder auf unbekannten Pfaden zu wandeln - offen und Neuem zugewandt. Einer der schönsten europäischen Pilgerwege ist der Franziskusweg Er verbindet jene Orte, an denen der heilige Franz von Assisi gelebt und gewirkt hat, und zwar auf Wegen, die er selbst beschritten haben soll. Er ist nicht nur einsamer, sondern auch deutlich anstrengender als der Jakobsweg. Unser Ausgangspunkt ist Florenz. Genauer gesagt, die Basilika Santa Croce, die 1294 dort erbaut wurde, wo in den zwanziger Jahren des gleichen Jahrhunderts Franziskaner-mönche ein Kloster gegründet hatten. Der hl. Franziskus soll Florenz mindestens einmal, im Jahr 1217, besucht haben, berichten franziskanische Quellen. Durch toskanische Landschaft, sanfte Hügel und dichte Wälder geht es nach einem kurzen Abstecher in die Region Emilia-Romagna durch den Nationalpark Foreste Casentinesi, eine Oase der Natur und der Stille zwischen der Toskana und der Emilia-Romagna. In den dichten und urwüchsigen Wäldern verbergen sich Einsiedeleien und Klöster, wie La Verna und Camaldoli, die als Orte der Spiritualität und Meditation entstanden sind. Dort werden wir nicht nur "vorbeikommen", sondern einkehren und übernachten. Wir folgen dem Verlauf des Appenin weiter und erreichen schließlich Umbrien, wo wir inmitten unberührt erscheinender Natur unzählige pittoreske Bergdörfer streifen, in denen die Zeit scheinbar stehen-geblieben ist. WAS UNS ERWARTET: Pilgern heißt, sich auf das Notwendige zu reduzieren, den Blick auf Wesentliches zu lenken. Das gilt nicht nur für das Gepäck, sondern auch für die Unterkünfte. Wir werden in der Regel in Zwei- oder Mehrbettzimmern in Klöstern, Einsiedeleien, Agriturismi und Gasthäusern untergebracht sein - manchmal ist aber auch ein unerwartet komfortables Hotel unsere Station für die Nacht. Pilgern heißt außerdem, der Schöpfung nahezukommen, sich als Teil eines Großen und Ganzen zu fühlen. Deshalb werden wir möglichst klimafreundlich mit der Bahn anreisen - auch, wenn dies etwas länger dauert und vielleicht ein klein wenig strapaziöser ist... Und dann ist Pilgern auch ein Weg nach Innen. Für die Andachten und den "geistlichen Input" auf dem Weg wird Pfarrer Lothar Schulte zuständig sein. Manche Routenlängen sind nicht beliebig wählbar, sondern in ihrer Länge durch den Min-destabstand zweier Unterbringungsmöglichkeiten vorgegeben. Sofern frei wählbar, betragen die täglichen Wanderstrecken um die 15 bis 25 km. Körperliche Fitness ist notwendig. Denn auch bei den relativ kurzen Streckenabschnitten gilt es, nicht die zurückzulegenden Höhenmeter zu unterschätzen. Wenn wir nach 16 Wandertagen schließlich in Assisi angekommen sind, wird uns ein drei-tägiger Aufenthalt im Geburts- und Sterbeort die Möglichkeit geben, uns ein wenig von den Strapazen des Gehens zu erholen und uns auf die Rückkehr ins Alltagsleben vorzubereiten. "Beim Gehen geht es nicht nur darum, sich physisch von einem Ort zum anderen in der Außenwelt zu bewegen. Beim Gehen findet man sich auch in der Welt der Seele wieder, der inneren Welt, die wir weniger kennen und die es schön ist, Schritt für Schritt zu entdecken. Zum einen sind körperliches Training und sportliche Vorbereitung gefragt, zum anderen nützliche Fähigkeiten wie Neugier beim Suchen, Zuhören, Ausdauer beim Verfolgen. Auf diese Weise wird das Gehen zu einem mächtigen Werkzeug, um zu lesen und zu verstehen, was auf

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Ansprechpartner

Heike Dreisbach

Referentin für Erwachsenenbildung

Tel.: 02739 8987839

E-Mail: heike.dreisbach@kirchenkreis-siwi.de

Details zum Veranstaltungsort

Hostel Archi Rossi

Via Faenza 94 R, Santa Maria Novella, I-50123 Florenz
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